Donald Trump verzichtet vorerst auf Zölle für Autos


 
 
 

Der Export europäischer Autos in die USA wird erst einmal nicht verteuert. Laut Medien will der US-Präsident mit seiner Entscheidung noch sechs Monate warten.

US-Präsident Donald Trump will den Import von Autos vorerst nicht mit höheren Zöllen besteuern. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Branchenkreise melden, wolle Trump bis zu sechs weitere Monate mit seiner Entscheidung abwarten. Er wolle den Verlauf der Handelsgespräche mit der EU dabei berücksichtigen.

Trump hatte mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf importierte europäische Autos gedroht. Dies würde besonders die Umsätze deutscher Hersteller betreffen.

Am Samstag läuft eine Frist für die Entscheidung über mögliche Zölle auf Autoimporte ab. Die Gesetzeslage in den USA ermöglicht dem Präsidenten, seine Entscheidung aber bis zu 180 Tage zu verschieben. In dieser Zeit kann er sich mit den Regierungen der betroffenen Länder einigen.

Das US-Handelsministerium hatte im Auftrag Trumps eine Analyse zur Frage erarbeitet, ob die Autoimporte die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten bedrohen. Den Bericht legte das Ministerium dem Präsidenten im Februar vor. Er wurde bislang nicht veröffentlicht, doch nach Angaben aus Branchenkreisen vom Februar gelangten die Autoren zu dem Ergebnis, dass die Importe die Sicherheit bedrohen.

Der Handelsstreit begann vor mehr als einem Jahr. Die EU veranschlagte damals auf US-Autos aus den USA zehn Prozent Zoll; die USA dagegen verteuerten EU-Autos dagegen nur um 2,5 Prozent. Seitdem versucht Trump, US-Zölle zu erhöhen.

Auch Waren aus China hat Trump stärker mit Zoll belegen lassen. Sein erklärtes Ziel ist, die einheimische Wirtschaft vor einer Schwächung durch Importprodukte zu schützen. Auch weiteren Staaten drohte er bereits mit Zoll oder erließ entsprechende Anweisungen. Betroffene Regierungen reagierten mit Gegenmaßnahmen, darunter auch die EU.