Brasilien meldet starken Anstieg der Arbeitslosigkeit

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In Brasilien haben während der Corona-Krise bisher fast fünf Millionen Menschen ihren Job verloren. Nach Angaben des Brasilianischen Instituts für Statistik von Donnerstag wurden zwischen Februar und April 1,1 Millionen Menschen aus dem „formellen Sektor“ arbeitslos. Das betrifft Jobs mit festem Gehalt, Arbeitsverträgen und Zugang zur Krankenversicherung.

39 Prozent der Brasilianer leben demnach allerdings von einer Arbeit im sogenannten informellen Sektor, also von Jobs ohne Absicherung und Arbeitsvertrag. Dieser, in Lateinamerika weit verbreitete Sektor wurde noch stärker getroffen: Hier haben 3,7 Millionen Menschen keine Arbeit mehr.

Der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält auch aufgrund der Sorge um wirtschaftliche Folgen nichts von Einschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dagegen führten Bürgermeister und Gouverneure von wichtigen Bundesstaaten wie Rio de Janeiro und Sao Paulo strenge Anti-Corona-Maßnahmen ein. Sao Paulo mit der gleichnamigen Wirtschaftsmetropole ist der von den Entlassungen am meisten betroffene Bundesstaat.