Stabile Ölpreise auch in den Sommerferien

Mit dem Start der Sommerferien können sich Autofahrer in diesem Jahr freuen: Die übliche Verteuerung des Sprits fällt vielerorts aus. Weitere Mineralöl-Erzeugnisse wurden zuletzt ebenfalls wieder billiger - nicht nur in Deutschland.

Berlin/Paris (dpa) - Verbraucher in Deutschland und weiteren Ländern Westeuropas profitieren von Preisrückgängen bei Benzin und anderen Ölprodukten. Im Mai wurden Super-Kraftstoff, Diesel und Heizöl laut Zahlen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wieder billiger. Zuvor waren sie seit Jahresbeginn im europäischen Schnitt etwas teurer geworden.

Für den deutschen Markt meldete die Organisation aus Paris bei Benzin (95 Oktan) einen Rückgang des Durchschnittspreises um 1,4 Prozent von April auf Mai. Verglichen mit dem Mai 2016 lag er aber 3,4 Prozent höher - damals war das weltweite Ölpreisniveau noch stärker abgerutscht. Diesel war in Deutschland laut IEA-Angaben im vergangenen Monat 2,0 Prozent billiger als im April, Heizöl sogar 4,7 Prozent.

Mit Blick auf die bevorstehende Reisewelle zum Sommerferien-Beginn können Autofahrer mit Entlastungen an der Zapfsäule rechnen. Der ADAC hatte jüngst berichtet, dass Benzin und Diesel derzeit so günstig seien wie seit Monaten nicht. Zuletzt kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 1,33 Euro - 5 Cent weniger als vor acht Wochen. Ein Liter Diesel war mit 1,11 Euro für 7 Cent weniger zu haben. Heizöl hatte den niedrigsten Preis seit mehr als acht Monaten.

Auch in süd- und westeuropäischen Ländern - Ziel vieler per Auto verreisender Urlauber - konnte der Tank billiger aufgefüllt werden. So sank der Literpreis für Benzin in Frankreich von April auf Mai um 1,5, in Italien um 0,5 und in Spanien um 1,7 Prozent, berichtete die IEA. Diesel ließ sich ebenso preiswerter tanken: In Frankreich und Spanien nahmen die Kosten um 1,9, in Italien um 0,9 Prozent ab.

Zurückgehende Energiepreise hatten im Mai auch zur weiterhin niedrigen Inflationsrate in der Bundesrepublik beigetragen. Die Teuerung lag mit 1,5 Prozent auf dem tiefsten Stand seit einem halben Jahr, im April war das Preisniveau noch um 2,0 Prozent geklettert. Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist zuletzt insgesamt um 2,0 Prozent, im April und März waren es jeweils noch 5,1 Prozent gewesen. Ein wesentlicher Grund für die Preisentwicklung ist das global hohe Angebot an Rohöl. Das Förderkartell Opec und die USA wetteifern um die richtige Strategie, Produktionskürzungen verpufften größtenteils.

(Bild: Timo Klostermeier/pixelio.de)



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